RINSPEED

RINSPEED BAMBOO

WENN DER SCHWEIZER Autovisionär Frank M. Rinderknecht seinen automobilen Concept Cars einen Namen gibt, dann steckt  dahinter mehr als marketinggetriebene Lautmalerei, die nicht aneckt und sich möglichst gut verkaufen lassen soll.

BEI RINSPEED haben die Namen meist eine tiefere Bedeutung. So ist es auch bei der jüngsten Kreation des Eidgenossen. BamBoo heißt sein neues Baby, das einem erwachsen gewordenen Golfcar ähnelt und auf dem Genfer Automobilsalon vom für reichlich Bewunderung sorgen soll.

NOMEN EST OMEN auf den ersten Blick: Im Innenraum bestehen verschiedene  Materialien aus Bambusfasern. Doch beim viersitzigen Rinspeed BamBoo schwingt mehr mit - sozusagen auf der Meta-Ebene: Dieses offene Gefährt weckt den Wunsch nach Sommer, nach Sonne und Strand, nach Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Es ist eine Reminiszenz an die 70er Jahre, an Südfrankreich und St. Tropez. Und hinter dem Lenkrad in Richtung Tahiti-Strand fahrend vermutet man Brigitte Bardot mit Playboy Gunther Sachs an ihrer Seite.  

WER BEIM RINSPEED BAMBOO AN simples Retrodesign um der Nostalgie willen denkt, unterschätzt den Boss der Schweizer Konzeptschmiede. Ja, Rinderknecht nimmt die automobilen Vorlagen jener Zeit auf. Aber er belässt es nicht dabei. Er interpretiert sie neu und entwickelt sie weiter Richtung Zukunft. Und fokussiert in ihnen die Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, gepaart mit dem unbedingten Wunsch, im Einklang mit der Schöpfung zu sein. Da ist der reine E-Antrieb gesetzt. Dies gilt natürlich auch für das an Bord mitgeführte faltbare Zweirad für die letzte Meile. Wessen Blick nicht vernebelt ist durch PS-Orgien, Chromlametta und Höchstgeschwindigkeitsrausch, der schaue genau hin. Rinspeed BamBoo drückt auf den Reset-Knopf, macht den Kopf frei für neues und luftiges Denken. Denn er überzeugt durch einfache, sauber gezogene Linien. Kein Schnick. Kein Schnack. Nichts ist überflüssig. Klare Ästhetik in reinster Form.  Wie bereits gesagt auch im übertragenen Sinne: Nomen est omen. Bambus eben.

CITROEN MEHARI als Vorbild für den Rinspeed Bamboo. Der Citroën Méhari (Méhari  franz. für Renndromedar) war ein kultiges Freizeitauto mit ABS-Karosserie auf Basis des Citroën 2CV und der Dyane. Gebaut wurde der  Citroën Méhari  von 1968 bis 1987. Insgesamt wurden 144.953 Méhari hergestellt, davon 1.213 mit Allradantrieb.

DIE TECHNISCHEN DATEN des Rinspeed BamBoo: Höchstgeschwindigkeit 120 km/h, Beschleunigung 0-50 km/h 4.7 sec, Reichweite ca. 105 km (bei 90km/h), Motor   Elektro Fräger, Leistung max. 54 kW, Drehmoment 140 Nm bei 4'500 /min, Batterien LiFePO4, Leistung 16 kWh, Spannung 256 V, Kraftübertragung Frontantrieb Getriebe R - N - F,   Fahrgestell Stahl und Composite Ticona, Sitzplätze 4, Aufhängung vorne Einzelradaufhängung Aufhängung hinten Einzelradaufhängung, Bereifung vorne 205/50 R17 Felgen vorne AEZ 7 x 17" Bereifung hinten 205/50 R17 Felgen hinten AEZ 7 x 17",  Instrument VDO Multimedia Harman, Heizung HV Eberspächer ,  Alle Angaben ohne Gewähr.
Quelle: Hersteller

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